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Klaus Pallasch (li.), Ulrich Biermann (2. von li.) und Stefan Tasche (re.) gratulier-ten den Jubilaren Margarethe Ulrich (Mi.) und Rainer Kaderbach (2. von re.) zur langjährigen Treue zur Gewerkschaft Strafvollzug.

OV Duisburg-Hamborn: Fusion der Ortsverbände Dinslaken und DU-Hamborn ist abgeschlossen

Gewerkschaftsarbeit lebt vom unmittelbaren Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. W√§hrend der Corona-Pandemie waren die Kontakteinschr√§nkungen eine schwere Hypothek f√ľr eine strukturierte Arbeit an der Gewerkschaftsbasis. Ende April 2023 war es dann aber endlich so weit:

Der Ortsverband DU-Hamborn konnte seine diesj√§hrige Jahreshauptversammlung wieder ohne Beschr√§nkungen als Pr√§senzveranstaltung durchf√ľhren. Nach der Aufl√∂sung des Ortsverbandes Dinslaken und √úbernahme in den OV DU-Hamborn wurde erstmals eine gemeinsame Veranstaltung durchgef√ľhrt.

Die Fusion war erforderlich geworden, weil die JVA Dinslaken bereits vor etlichen Jahren ihre Eigenst√§ndigkeit verloren hat und seither der JVA Duisburg-Hamborn als Zweiganstalt angeschlossen ist. Die Rekrutierung des personellen Ersatzbedarfs erfolgt √ľber die Hauptanstalt, so dass sich der Mitgliederbestand in Dinslaken sukzessive reduzierte.

Das Zusammenwachsen gestaltete sich unproblematisch

Aus Gr√ľnden der Personal√∂konomie erfolgt zudem der Personaleinsatz in allen Bereichen der Anstalt. Der dauerhafte Einsatz an nur einem der beiden Standorte ist folglich nicht durchg√§ngig sichergestellt. Zwischenzeitlich sind die urspr√ľnglich zwei Personalk√∂rper zu einem verschmolzen. Die Fusion der beiden gewerkschaftlichen Untergliederungen folgt dieser Entwicklung und organisiert die Kolleginnen und Kollegen in einer gewerkschaftlichen Einheit.

Die Gesch√§fte sind zwischenzeitlich reibungslos √ľbergeben worden. F√ľr die sachgerechte und kompetente Vorbereitung des Fusionsprozesses geb√ľhrt dem Vorstand des ehemaligen OV Dinslaken Dank und Anerkennung. OV-Vorsitzender Klaus Pallasch w√ľrdigte im Rahmen der Zusammenkunft die langj√§hrige, sehr erfolgreiche Arbeit ehemaligen OV Dinslaken: ‚ÄěDank Eures Engagements war Euer Ortsverband eine verschworene Gemeinschaft, die die ehrenamtliche Gewerkschaftsarbeit vor Ort nachhaltig gef√∂rdert und gelebt hat. Wir freuen uns, dass ihr jetzt ein wesentlicher Bestandteil unseres Ortsverbandes geworden seid. Gemeinsam werden wir versuchen, unsere berufliche Zukunft positiv zu gestalten."

Der Ortsverband blickt positiv in die Zukunft

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung, die erneut im Restaurant Haus Garden, dem Stammlokal des Ortsverbandes, stattfand, begr√ľ√üte Klaus Pallasch den aus Ostwestfalen angereisten BSBD-Landesvorsitzenden Ulrich Biermann, bevor er der gut besuchten Versammlung seinen Gesch√§ftsbericht vortrug.

Vor den Mitgliedern referierte Klaus Pallasch √ľber die √∂rtliche Gewerkschaftsarbeit in den vergangenen Monaten. Die Corona-Pandemie, so der Gewerkschafter, sei schon eine bleierne Zeit gewesen, weil die unmittelbare Kommunikation, das vertrauliche Gespr√§ch, mit den Kolleginnen und Kollegen doch betr√§chtlich eingeschr√§nkt gewesen sei. Der Blick in die Zukunft sei da wesentlich erfreulicher.

Klaus Pallasch forderte die Kolleginnen und Kollegen auf, sich verst√§rkt in die Gewerkschaftsarbeit vor Ort einzubringen. Der Vorstand sei immer nur so gut, wie die Unterst√ľtzung durch die Mitglieder. Es gehe darum, sowohl negative als auch positive Entwicklungen zu diskutieren und die Auffassungen von vor Ort schnell in die Entscheidungsgremien des BSBD auf Landesebene einzuspeisen. Die BSBD-Landesleitung werde damit in die Lage versetzt, im Bedarfsfall schnell im politischen oder auch administrativen Raum agieren zu k√∂nnen.

Bislang, dies sei seine Erfahrung, werde das ehrenamtliche Engagement der BSBD-Mandatstr√§ger von den Mitgliedern wertgesch√§tzt und positiv aufgenommen. Hierzu habe auch der Rechtsschutz des DBB beigetragen, der von Kolleginnen und Kollegen h√§ufiger erfolgreich in Anspruch genommen worden sei. Zu wissen, in komplexen, schwierigen Situationen nicht auf sich allein gestellt zu sein, sondern erforderlichenfalls von kompetenten Anw√§lten des DBB unterst√ľtzt zu werden, vermittle schon ein St√ľck Sicherheit. Ausfluss dieser Entwicklung sei eine expandierende Mitgliederentwicklung, auf die der Vorstand mit Stolz blicke. Die aktuell 177 Mitglieder seien ein beachtlicher Wert f√ľr eine Vollzugseinrichtung unserer Gr√∂√üe.

Ulrich Biermann wagte einen optimistischen Blick in die Zukunft

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung berichtete BSBD-Chef Ulrich Biermann √ľber die gewerkschaftlichen Initiativen auf Landesebene. So sei die BSBD-Landesleitung permanent mit allen wesentlichen der im Landtag vertretenen Parteien im konstruktiven Austausch. Hier habe sich der BSBD Vertrauen erworben, weil er stets mit realistischen Forderungen auf die Politik zugehe.

Gegenw√§rtig sei der Nachwuchsmangel ein dr√§ngendes Problem, das regional unterschiedlich stark ausgepr√§gt sei. ‚ÄěSelbstverst√§ndlich wird es k√ľnftig darum gehen, in allen Laufbahnen attraktiver zu werden, um erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt agieren zu k√∂nnen. Trotzdem bietet der deutschlandweit sp√ľrbare Fachkr√§ftemangel auch Chancen, die Arbeits- und Einkommensverh√§ltnisse deutlich zu bessern. Wenn Arbeitskraft zu einem seltenen und damit teuren Gut wird, dann versetzt diese Entwicklung die Gewerkschaften auch in die Lage, √ľberdurchschnittlich erfolgreich f√ľr die Kolleginnen und Kollegen agieren zu k√∂nnen."

Zum Schluss seiner Ausf√ľhrung machte Ulrich Biermann darauf aufmerksam, dass dies sein letzter Besuch als BSBD-Landesvorsitzender sei. Angesichts seines absehbaren Eintritts in den Ruhestand werde er anl√§sslich des diesj√§hrigen BSBD-Gewerkschaftstages nicht erneut kandidieren und die Verantwortung in j√ľngere H√§nde legen. Er bedankte sich f√ľr die ihm gew√§hrte Unterst√ľtzung, die er immer sp√ľre habe, solange er in der Verantwortung stehe.

Unter dem gro√üen Applaus der Versammlung, bedankte sich Klaus Pallasch beim scheidenden BSBD-Landesvorsitzenden ganz herzlich f√ľr die jahrelange konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Jubilare sind eine Inspiration f√ľr die nachwachsenden Generationen

Einen H√∂hepunkt der Veranstaltung bildete die Ehrung langj√§hriger Gewerkschaftsmitglieder. Rainer Kaderbach ist seit nunmehr 40 Jahren im BSBD organisiert und Margarethe Ulrich kann bereits auf 50 Jahre als Mitglied in der Gewerkschaft Strafvollzug zur√ľckblicken. Sie hat in diesem Jahr das 93. Lebensjahr vollendet und ist damit das √§lteste Mitglied des Ortsverbandes. Gemeinsam mit dem BSBD-Landesvorsitzenden √ľbereichte Klaus Pallasch die Ehrenurkunde des BSBD und eine kleine pers√∂nliche Aufmerksamkeit. Er danke den Jubilaren f√ľr ihre Treue zur Gewerkschaft. Sie g√§ben damit ein nachahmenswertes Beispiel daf√ľr, wie gemeinsame Berufsinteressen vertreten werden sollten. Sowohl als Besch√§ftigter wie auch als Beamter sei man ohne gewerkschaftlichen R√ľckhalt nur ein Einzelk√§mpfer ohne tats√§chliche Wirkmacht.

Werner Bl√§sius, der Pension√§rsbeauftragte des Ortsverbandes DU-Hamborn, ist aus Anlass seiner Zurruhesetzung aus dieser Funktion ausgeschieden. Der Vorstand bedankte sich f√ľr sein au√üerordentliches Engagement mit einem kleinen Dankesch√∂n. Die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit sei immer kollegial und konstruktiv gewesen. Die Jahreshauptversammlung fand auf diese Weise einen rundum gelungen Abschluss. Der Duisburg-Hamborner Ortsverband blickt mit seinen Mitgliedern mit Freude und Tatendrang in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft.

Klaus Pallasch

Titelfoto: BSBD OV DU-Hamborn

Klaus Pallasch (re.) und Stefan Tasche (li.) verabschiedeten Werner Bläsius als Pensionärsvertreter. Mit dem Ausscheiden aus dem Dienst gibt er diese Funktion auf. (Foto: BSBD OV DU-Hamborn)Klaus Pallasch (re.) und Stefan Tasche (li.) verabschiedeten Werner Bläsius als Pensionärsvertreter. Mit dem Ausscheiden aus dem Dienst gibt er diese Funktion auf. (Foto: BSBD OV DU-Hamborn)

Die JVA Duisburg-Hamborn gehört zu den mittelgroßen Vollzugseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. (Foto: Imago/Marco Stepniak)Die JVA Duisburg-Hamborn gehört zu den mittelgroßen Vollzugseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. (Foto: Imago/Marco Stepniak)